Samstag, Februar 25, 2006

Das Lied der armen Seele

Dunkle Schatten legen sich auf meine Schultern.
Sie drücken mich zu Boden schon.
Dort liege ich, versuche mich zu regen.
Jedoch die Kraft allein die fehlet mir.

Seele greifet zu den Sternen,
Doch die Sterne sind borniert.
Sterne wollen mir nicht leuchten,
Kleine Menschen, finstre Nacht.

Lust regt sich in meinen Lenden.
Sie muss ersterben ohne Trost.
Schönheit blendet alle Menschen.
Ein hässlich Antlitz bleibt ungeküsst.

Seele greifet zu den Sternen,
Doch die Sterne sind borniert.
Sterne wollen mir nicht leuchten,
Kleine Menschen, finstre Nacht.

So schleicht sie heimlich nur im Dunkeln.
Die Larve ein unscheinbar Tier.
Bald, ja bald wird sie entlarven
die schwarzen Seele des Schmetterlings.

Seele greifet zu den Sternen,
Doch die Sterne sind borniert.
Sterne wollen mir nicht leuchten,
Kleine Menschen, finstre Nacht.

Ja werte Leser, ihr werdet wohl schon ahnen, wer hier gerade das Lied anstimmt? Fachsimpelt gerne darüber, wer so viel Hass in seinem Herzen gesammelt hat. Das Leben ist nur denen ein Geschenk, die nicht stets unzufrieden mit ihrem Schicksal hadern und sich vergleichen. Der Neid ist ein schlechter Berater für die vergiftete Seele. Aber wo hat sie das Gift gefunden oder ist es gar im genetischen Code angelegt gewesen. Eine Wesensart gleich einem fauligen Odem, der sich als stinkende Aura um das ungestalte Gesicht legt.
Übertrieben meint ihr? Wartet nur ab...

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