Montag, Oktober 23, 2006

Forsche nicht nach den Gesichten des Helden

Werter Pocc,

zwei reale Funde verankern die Erzählung - bevor wir einen Blick in die Jugendjahre des Helden werfen konnten - plötzlich in einem Rahmen. Zwei Knoten in einem Webrahmen, wobei der meinige ein phantastischer Knoten ist - im eigentlichen Sinne des Wortes. Bestätigen Knochenfunde doch nur die Existenz einer Rasse, über die eine neue unterhaltsame Geschichte erfunden werden will.

Nun Dein Kupferstich. Wie sehr verführt uns der Historiker, den Helden in der Geschichte zu verankern, festzusetzen, ihn in eine Zelle zu sperren. Die Fäden werden gezogen. Ich erfreue mich nichtsdestotrotz dieses würdigen Platzhalters, der unseren Helden kurz vor seinem tragischen Tod zeigen könnte. Der Menschenhass hat ihm immer mehr das Gemüt zerfressen und außerdem: vielleicht trägt er ja eine Larve, ein Narrengesicht und darunter verbirgt sich die grauenhafte Fratze des Tieres.

In meiner Erzählung steht Heinrich bereits kurz vor den Toren des Hofes. Kürzlich hat er seinen Ziehvater Friedrich Pocker unter die Erde gebracht. Tränen sollt ihr vergießen über das tragische Ende des gütigen Mannes, starb er doch von der Hand des Menschen, der ihm am liebsten auf der Welt war seit er seine Familie verlor. Diese Episode werde ich euch in Kürze berichten.

Wollt ihr davon hören?

Dann werter Pocc bitte ich Dich um einige geschichtstheoretische Ansätze zur Endung des Namens unseres Helden, die meine Geschichte beflügeln möchten.

Grüße zur Nacht
Lem

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