Sonntag, Januar 22, 2006

Noch eine Ergänzung zu Kierkegaard



Existieren

"Existieren" ist ohne Leidenschaft unmöglich, wofern man darunter nicht ein Dahinleben versteht. Deswegen war auch jeder griechische Denker in seinem Wesen ein leidenschaftlicher Denker. Des öfteren habe ich darüber nachgedacht, wie man einen Menschen in Leidenschaft versetzen könne. So habe ich mir gedacht, wenn ich ihn auf ein Pferd zu sitzen bekäme, das Tier dann scheu machte und in wildestem Galopp dahinjagen ließe, - oder noch besser (um die Leidenschaft recht zum Vorschein kommen zu lassen):wenn ich einen Mann bekommen könnte, der so rasch wie möglich an einen Ort gelangen wollte, also schon von vorneherein etwas in Leidenschaft wäre und sich dann auf ein Pferd setzen würde, das kaum gehen könnte. So verhält es sich mit dem Existieren, wenn man sich dessen bewusst sein soll.

Oder wenn man einem Fuhrmann, der anders nicht in Leidenschaft zu bringen ist, einen Pegasus und zugleich eine Schindmähre vor den Wagen spannte und ihm dann sagte: "Fahre nun los", dann, meine ich, sollte es doch glücken. So verhält es sich mit dem Existieren, wenn man sich dessen bewusst werden soll. Die Ewigkeit ist unendlich geschwind gleich jenem beschwingten Renner; aber die Zeitlichkeit ist ein alter Klepper, und der Existierende ist der Fuhrmann, - wofern Existieren nicht das ist, was man sonst auch ein Dahinleben nennt. Der Dahinlebende ist kein Fuhrmann, sondern ein betrunkener Bauer, der im Wagen liegt und schläft und die Pferde sich selbst überlässt. Gewiß, auch so einer fährt, auch er ist ein Kutscher, und so gibt es vielleicht manchen, der -auch existiert!

"Nachschrift"

gefunden und entommen von: www.kierkegaard.de (Texte)

Exkurs über das Selbstgefühl

Es ist ja leider etwas ruhig geworden in unserem Pocchinischen Universum. Eine sehr kleine treue Leserschaft soll aber trotzdem nicht enttäuscht werden, denn der Entwicklungsroman unseres Helden liegt ja noch in den allerersten Zügen. Schon gibt es die ersten ernsthaften Querelen über die den historischen Hintergrund (siehe Nachtgestalten 1). Vielleicht kann da jemand helfen, der in religionsgeschichtlichen Fragen gerne einmal ein Machtwort spräche. Es hat sich in den Kommentaren außerdem eine kleine Diskussion entsponnen über den Nutzen von unerfüllter Liebe für die Selbstwerdung eines Helden. Größter Schmerz - so meine These - führt erst zur Wahrnehmung des Selbst. Der Schmerz wird gar gesucht, um sich zu spüren.

Und ganz nebenbei versprach ich eine Randnotiz zu Kierkegaard, die diese Diskussion bereichern sollte und heute im aktuellen Post ans Licht gebracht wird.

In der taz hat Michael Rutschky einen sehr kurzweiligen Artikel über Kierkegaard geschrieben und seine Bedeutung für das Lebensgefühl im Merkelland. Ich habe mich bisher noch nicht mit Kirkegaard beschäftigt, werde das aber jetzt mit Sicherheit nachholen. Ich blieb an dem folgenden Absatz hängen. Erwähnt wird seine Verlobung mit Regine Olsen, die er nie heiratete. Eine Liebesgeschichte, die laut Rutschky im Kanon tragisch unerfüllter Liebesgeschichten weit oben rangiert. Es wird desweiteren gemutmaßt, dass ihm entweder die Ekstasen des Verliebtseins genügten oder diese Liebesgeschichte nur Triebfeder für sein Buch "Tagebuch eines Verführers" war. Ich würde diese Episode gerne mit dem folgenden Zitat aus "Die Krankheit zum Tode" in Berührung bringen, welches der Autor sehr lecker findet (ich auch):"Das Selbst will verzweifelt die ganze Befriedigung genießen, sich zu sich selbst zu machen, sich selbst zu entwickeln, es selbst zu sein...Und doch ist es im Grunde ein Rätsel, was es unter sich selbst versteht; gerade in dem Augenblick, wo es am allernächsten daran zu sein scheint, das Gebäude fertig zu haben, kann es das ganz willkürlich in nichts auflösen."

Wie fühle ich das Selbst am besten? Wenn die eigenen Grenzen überschritten werden, um es zu spüren. Wenn meine Umgebung instrumentalisiert wird, es zu spiegeln. Ich habe jetzt nur den Fall des Täters vor Augen nicht des Opfers. Die Stilisierung einer Liebesbeziehung zu einer perfekten macht sie zu einer unmöglichen. Der Entzug ist konsequent und führt zur bedingungslosen Selbstauflösung. Ein neues narzisstisches Gefühl und neue Entwicklungschanchen.
Liebe Leser, haltet mich nicht für kaltherzig. Das ist extrem theoretisch und geht von einer Inszenierung des eigenen Lebens aus, und natürlich einem narzisstischen Akteur.
Die unerfüllte Liebe, das ist auch das Bild der zerissenen Seele in der Literatur. "In wessen Leben ging nicht einmal das wunderbare, in tiefster Brust bewahrte Geheimnis der Liebe auf! - Wer du auch sein magst, der du künftig diese Blätter liesest, rufe dir jene höchst Sonnenzeit zurück, schaue noch einmal das holde Frauenbild, das, der Geist der Liebe selbst, dir entgegentrat. Da glaubtest du ja nur in ihr dich, dein höheres Sein zu erkennen." (Aus: E.T.A. Hoffmann, Die Elixiere des Teufels).
Das "So will ich sein", das hohe reine Gefühl, welches ich nicht erreiche, scheint Movens zu sein. Deshalb die Suche nach der unerfüllbaren Liebe, was eigentlich dem unstillbaren Wunsch nach dem perfekten Moment des eigenen Lebens entspricht.

Oder? Könnte ich jetzt fragen. Bin mir aber selbst nicht ganz im Klaren, was das für das alltägliche Leben bedeutet. Denn ich warf ja nur eine philosophische Ebene mit einem literarischen Motiv in einen Topf. Habe es mir damit recht einfach gemacht.

Jedenfalls werden wir auch der "unerfüllten Liebe" in unserem Entwicklungsroman nachspüren dürfen, wenn auch nicht am Helden selbst. Eine tragische Beziehung, die Friedrich August auf den Thron führen wird. Die Erfüllung des Geheimnisses der Liebe geht in unserem Falle im Tode auf. Ihr könnt ja schon mal in der Geschichte stöbern. Allerdings werdet ihr erst hier in einiger Zeit in die Seele der Liebenden blicken können.

Montag, Januar 16, 2006

Dead as a Dodo



Werte Leser,
ein großer Moment ist gekommen, denn wir stellen eine erste Skizze zum Schmucke unserer Pocchini-Historie zur Debatte.
Dead as a dodo - das ist Pocchini heute. Aber über die Dronte forschen viele Naturwissenschaftler und es gibt unzählige Beiträge zu der Geschichte dieses Wesens. Dieses Schicksal möchten wir Pocchini nun auch endlich bescheren. Denn er hat es verdient. Möge also Pocchini dank unserer Recherchen zur wahren historischen Persönlichkeit, garniert mit dem Unterhaltungwert einer in allen Farben geschilderten Entwicklungsgeschichte des Helden, zu einem Eingang in die moderne Geschichtsforschung beitragen.

Nachtgestalten Teil 2

Der junge Fürst hatte seine dunklen Augen endlich geschlossen. Sein melancholischer Blick fiel nur dem aufmerksamen Beobachter ins Auge, weil seine markanten dunklen Brauen dem weichen Kindergesicht bereits jetzt eine gewisse Strenge verliehen. Auch der kleine Heinrich schlummerte friedlich in seinem Fell nah beim Feuer. Friedrich Pocker musste an seine Söhne denken und das nahm ihm fast die Luft. Diese kleinen Gesichter, das eine schön und traurig, das andere entstellt und friedlich. Er entzündete sich eine Pfeife. Das gleichmäßige Einatmen des wohlschmeckenden Rauches beruhigte ihn. Er hatte sich von der Horde getrennt. Diese räuberischen Säufer missbrauchten ihre Freiheit, brachten unbescholtene Bürger mit ihren kindischen Zoten in Gefahr. Das war ein Grund gewesen, der Meute den Rücken zu kehren. Außerdem hatten sie ihn ohnehin gemieden. „Da ist des Teufels Brut, die der Pocker da großzieht. Wir werden alle untergehen.“ So hörte er sie manches Mal sprechen. Er fühlte sich jetzt frei, obwohl er wusste, dass sie ihn suchten. Dass er eine wertvolle Beute bei sich trug, das hatte sich natürlich bereits herumgesprochen. Er musste jeden Abend sein Lager wechseln. Der junge Fürst kümmerte sich auf rührende Art und Weise um „das kleine Tier“, wie er Heinrich nannte. Er wollte es immer tragen, hielt ihm Kräuter ins Gesicht. Fragte: „Kannst du es riechen mit der kaputten Nase?“ Pocker war gerührt von diesen Bildern, die die ersten Tage im Wald erfüllten. Sie waren eine vogelfreie Familie, und er fühlte zum ersten Mal seit Jahren so etwas wie Glück.

Sonntag, Januar 15, 2006

Nachtgestalten Teil 1

Schlagende Türen ließen Anna Sophia von ihrem Lager aufschrecken. Angespannt lauschte sie in die stockfinstere Nacht. Schritte näherten sich ihrer Tür. Es wurde schwer geatmet. „Franz?“ Sie hörte ihre Stimme. Es klang ganz fremd, so still war die Nacht. Sie zog die Bettdecke hoch zum Kinn. Die Konturen der Tür konnte sie jetzt bereits erkennen. Dann entfernten sich die Schritte wieder, ohne dass sich jemand zu erkennen gegeben hätte. Das erschien der Fürstin seltsam. Vielleicht wollte ihr treuer Gefährte sie nicht wecken und hatte sich deshalb entschlossen, das eigene Lager aufzusuchen. Sie erhob sich, in die Decke gehüllt, von ihrem Lager. Ihre nackten Füße berührten den kalten Steinboden. Sie schüttelte sich leicht. Sie ging zum Tisch, entzündetet die bereitgestellte Kerze und ging auf den Flur. Franz konnte kein Glück bei der Suche gehabt haben, sagte sie sich. Er hätte doch sicher nicht gezögert, sie zu wecken, wenn er ihren Friedrich dabei gehabt hätte. Der Gedanke an ihren geliebten, sanften Sohn ließ einen Stich durch ihr Herz fahren. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. Der Gang wurde von ihrem Kerzenlicht gespenstisch ausgeleuchtet. Unbekannte Schatten überall. Sie wagte kaum zu atmen. Sie ging in kleinen Schritten, kämpfte immer noch mit der Fassung, da plötzlich vernahm sie ein kindliches Schluchzen. Sie hielt es für eine Einbildung, blieb aber wie gebannt im Gang stehen. Blickte nach rechts. Blickte nach links. Vor einer Tür kauerte ein Bündel. Es schien sich zu bewegen. „Friedrich!“ schoss es ihr in den Sinn. „Mein Sohn!“ Sie stürzt auf das Bündel zu und spürte wie die Person erstarrte. Sie hob vorsichtig die Decke, leuchtete mit der Kerze in ein junges, rot verquollenes Frauengesicht mit vor Schreck geweiteten Augen. Anna Sophia schreckte kurz zurück und seufzte dann tief und traurig wegen der enttäuschten Hoffnung. Sobald sie sich wieder beherrschen konnte, fragte sie: „Was um Himmels willen machst du hier? Hast du keine Kammer?“ Mit zitterndem Stimmchen sprach das Mädchen stockend: „Mein Name...ist...war...ist...Ursula.“ Anna Sophia kam ihr näher und vermeinte die Ordensschwester wiederzuerkennen, die sich bittend vor die Füße der Äbtissin geworfen hatte. „Weißt du wer ich bin?“ Sie versuchte das Vertrauen des verunsicherten Persönchens zu gewinnen. „Nein, ja, weiß nicht recht.“ Ursula holte tief Luft in hektischen Stößen. „Ich bin Anna Sophia, die Frau des Kurfürsten Johann Georg. Ich habe mein Kind an eine Horde wilder Räuber verloren und raste hier auf dem Weg in den Tharandter Wald, wo wir ihn vermuten.“ Ursula brach sofort wieder in Tränen aus. „Auch ich habe meinen kleinen Sohn, gerade neu geboren, an den Wald verloren. Nun ist mir nichts geblieben. Die Kirche verstößt mich und lässt mich zurück im festen Glauben, eine Mörderin zu sein.“ Anna Sophia nahm ihre Hand, ganz zart und weiß und kalt war diese Hand. „Ursula, komm mit in mein Gemach. Dort kannst du dich in den Decken wärmen und neue Kräfte sammeln, um mir deine Geschichte zu erzählen. Vielleicht kann ich Dir helfen.“ Sie zog sie hoch, legte den Arm um die schmalen Schultern und schob Ursula in ihre Kammer. „Die katholische Kirche kann es sicher nicht!“ sagte sie mehr zu sich selbst als zu der armen verletzten Seele.

Samstag, Januar 07, 2006

Exkurs: Die 10 Köstlichkeiten des Spätbarock

Oh, oh, die Diva zürnt, das darf nicht sein. Wilde Angst beschleicht den schlimmen Pocc, jetzt heißt es schnell handeln. Ja was ist denn nur los mit ihm? Nun er lebt schon noch, aber er ist krank, sehr krank. Ihr erinnert euch sicher alle an Uwe Ochsenknecht in „Schtonk“, wie er – den Herrn Kujau mimend – mit hohem Fieber in seiner Bude sitzt und gewisse Dokumente fälscht. „Dezember 1942: die Kameraden frieren in Stalingrad. Ich sehr krank“. Ganz ähnlich geht es gerade dem Historiker, der bibbernd in Decken eingehüllt vor seinem Rechner sitzt und trotzig an seinem 600-Seiten-Lebenswerk herumfuhrwerkt. Dies sollte ihn vor der Dichterin und dem verehrten Publico entschuldigen, oder?

Herrn Pocchs Zeit ist also knapp bemessen, deshalb muss er sich heute ausnahmsweise mit einer dieser widerlich-bequemen, aber immer wieder gerne gelesenen „Listen“ aus der Affäre ziehen. Da sich gerade die halbe Welt damit beschäftigt, sinnlose Geschenke loszuwerden, befragte er einfach mal die Quellen, welche Segnungen des „Augusteischen Zeitalters“ (1694-1733) wir auf gar keinen Fall zurückgeben möchten. Er fand derer zehn:

1694: Erste Bank (of England) gegründet
1695: Leibniz baut eine Rechenmaschine, 1714 folgt die erste Schreibmaschine von Mill
1698: Briefe werden erstmalig durch Boten zugestellt (in Berlin)
1700: Erste Werbeplakate in Japan
1708: Erste Porzellanherstellung in Europa (natürlich am Hofe unseres August)
1709: Urheberrecht der Autoren in England erstmalig geschützt
1713: Die Pest sucht unsere Gegenden zum letzten Mal heim
1717: Erste Schutzimpfung (gegen Pocken), 1718 Geburtsjahr der modernen Chirurgie
1719: Defoe schenkt England den „Robinson Crusoe“, 1726 folgt Swifts „Gulliver“
1720: Erster Kraftwagen mit Dampfantrieb gebaut
1728: Erste Kuckucksuhren im Schwarzwald hergestellt

Na, das kann sich doch wohl sehen lassen, oder? Da mein Hirn unter den heftigen Virenattacken leidet, musste ich ausnahmsweise auf ein Nachschlagewerk zurückgreifen. Dafür ein ganz ausgezeichnetes, grandioses, brachiales: die sagenumwobene „Synchronoptische Weltgeschichte“ von Arno Peters. Falls ihr weitere Vorschläge habt, die unbedingt in diese Liste gehören: bitte meldet euch!

Ihr seht: die Zeit um 1700 war eigentlich ganz spannend. Und ein bisschen menschlich. Neben Wüstlingen wie dem kleinen Sonnenschein Louis XIV. gab es auch verantwortungsbewusste Bürger, die an die kommenden Generationen dachten. Und deshalb habe ich Hoffnung für die Protagonisten unseres großen Schauspiels.

Knappe Franz. Eine Eporette

Die Zeit verstreicht, kein Pocc rührt sich. In der Einsamkeit schreibt es sich schlecht, deshalb müssen jetzt auch alle Leser darunter leiden, denn ich kann unmöglich unter diesen Bedingungen weiterschreiben. Ich streue lediglich eine kurze poetische Sequenz. Eine Kurz-Hommage an das schöne Genre der Eporette (Epos meets Operette). Intoniert wird die Suche im Wald des Knappen Franz.


Der Vorhang öffnet sich. Es ist stockfinster, der Himmel wolkenverhangen, weder Mond noch Sterne können unserem tapferen Franz den Weg leiten. Der führt sein Pferd vorsichtig. Seine Auge hat sich an die Dunkelheit gewöhnt.


Schattenwald.
Kalt
schlagen Zweige in mein Gesicht.
Blöde Pflicht.
Nicht
nein sagen dürfen ist Mist.
Nebelschwaden.
Maden
sollen den verflixten Fürstensohn holen.
Holde Liebe
Diebe
schleichen durch die Nacht.
Großes Sehnen
Venen
pulsieren und sagen: Zieh
von dannen.


Die Laune Franzens besserte sich als er an Maria dachte, die jetzt sicherlich gerade die Federbetten aufschlug. Sein warmes Gefühl gefror. Ihr Mann, der geile Bock, der besteigt sie nun, während ich durch die Wälder irre. Oh, wie sehnte er sich nach den weichen Schenkeln von Maria, die ihn fassten. Ein jähes Knacken.


Wer da?
Psssssssssssssst
Was zum Henker...
Franzzzzzzzzzzzzzzz
Oh, grauenvoll, wer...
Steige vom Gaul und halt’s Maul!
Ich geb dem Gaul die Sporen, sonst bin ich gleich verloren.
Halt, Friedrich ist’s.
Friedrich August. Wo ist der Knabe. Wie ein Schleier die Dunkelheit über meinen Augen liegt.
Hilf mir. Hilf mir doch.
Verflucht, wo kommt die Stimme her, ich seh’ gar nix mehr.


In diesem Moment schlug Franz hart auf den Boden auf. Er musste eingeschlafen sein. Einer dieser verfluchten Zweige hatte ihn vom Pferd geholt, welches stracks von dannen eilte. Fluchend nahm er den Rückweg zu Fuß auf. Er konnte erst am nächsten Morgen die Suche fortsetzen. Was würde Anna Sophia sagen. Na, vielleicht konnte sie auch etwas Gesellschaft brauchen in dieser traurigen Stunde.


Oh, schöne Fürstin, ich würde so gern eure Fingerspitzen wärmen.
Oh, unnahbare, unfehlbare Schönheit. Kälte und Blässe möchte ich aus eurem Gesicht blasen.
Oh, ich armer Bauer, wie kann ich jemals nur davon träumen und eure Seele damit beschmutzen.
Oh, verzeiht das wirre Herz eines jungen Knappen, der einsam durch den Wald eilt.


Er begann zu laufen, laufen, laufen...